Gerade gesehen

Filme und Serien kurz kommentiert

  • Spoilers inside!

    Es ist fast unmöglich über einen Film zu schreiben, ohne Informationen über den Inhalt preiszugeben, und ob eine Information bereits ein Spoiler ist oder nicht, wird manchmal sehr unterschiedlich empfunden. Hier wimmelt es auf jeden Fall von Spoilern, also Vorsicht, ich möchte niemandem den Spaß verderben.
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„Gone Baby Gone“

Verfasst von Tom am 24 Dezember 2007

Gone Baby Gone

Drehuch: Ben Affleck, Aaron Stockard
Regie: Ben Affleck

Kurz & knapp:
Krimi mit moralischem Dilemma
Note: 2-

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LOST, Season 4

Verfasst von Tom am 20 Dezember 2007

Bis zum Beginn der neuen Season sind es noch 42 Tage, die ich kaum abwarten kann! Trotz einiger Schwächen (z. B. manche Backstorys) hat mich wohl noch nie eine Fernsehserie derart begeistert wie LOST.

[Eine qualitativ bessere Version gibt es hier: http://www.movieweb.com/video/V07LaxVWQLM4Zi]

Die bisherige Planung sieht so aus:

31.01.08 – Episode 4-01„The Beginning Of The End“ (multiple characters-centric)

07.02.08 – Episode 4-02„Confirmed Dead“

14.02.08 – Episode 4-03„The Economist“ (Sayid-centric)

21.02.08 – Episode 4-04 – (Kate-centric)

28.02.08 – Episode 4-05 – (Desmond-centric)

06.03.08 – Episode 4-06 – (Juliet-centric)

13.03.08 – Episode 4-07„Ji Yeon“ (Sun/Jin-centric)

20.03.08 – Episode 4-08

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Journeyman, 1-13, "Perfidia"

Verfasst von Tom am 20 Dezember 2007

Jman1-13

Drehbuch: Aeden Babish, Matt McGuinness
Regie: Ales Graves

Elliot Langley: „The system seems to be breaking down. You are the last one.“
Dan Vasser: „No. You’re wrong. There is one more.“

Meine anfängliche Skepsis ist spätestens mit dieser Episode der Überzeugung gewichen, daß die kreativen Köpfe hinter dieser Serie nicht nur genau wissen, was sie wollen, sondern auch, wie sie es erreichen können. Diese Episode vollführt den schwierigen Spagat, die Serie zu einem vorzeitigen Finale zu führen, für den Fall, daß sie abgesetzt wird, und zugleich weiter an der eigenen Mythologie zu arbeiten. Das ist niemals eine leichte Aufgabe, und viele der Serienfrischlinge der letzten Jahre („Surface„, „Invasion„, „Threshold„, „Jericho„), die auf eine ähnlich ungewisse Zukunft sahen, haben das gar nicht erst versucht.

„Perfidia“ schlägt einen Bogen zur Pilotepisode, und Dan Vasser lernt seinen Vorgänger Evan kennen, der 15 Jahre lang durch die Zeit reiste, was ihn letztlich psychisch vielleicht auch ein wenig mitgenommen hat. Als Evan stirbt, geht die Fähigkeit der unfreiwilligen Zeitreisen auf Dan über, und außer ihm und Livia scheint es zur Zeit keine weiteren Zeitreisenden zu geben.

Die Entwicklungen der Charaktere im Verlauf dieser 13 Episoden sind deutlicher herausgearbetet als in vielen anderen Serien, und wenn man auch nicht ahnen kann, in welche Richtungen sie sich weiter entwickeln würden, so ist es doch schön zu sehen, daß es nur eine halbe Season gedauert hat, bis Dans Frau Katie und sein Bruder, der Cop Jack, nach ihren Möglichkeiten Dan zu helfen versuchen, und sei es nur, um sein Geheimnis zu bewahren.

Schön war auch die letzte Szene, in der Katie Dan zum ersten Mal wirklich verschwinden sieht – ich hoffe nur, er taucht auch wieder im TV auf …

Vielleicht wartet NBC ja die Quoten der letzten beiden Episoden ab, bevor sie eine Eventuell wäre es ja sinnvoll, den Sendeplatz mit „Heroes“ zu wechseln, so daß „Journeyman“ vor „Heroes“ läuft.) Ganz gleich, ob neue Episoden noch im Frühjahr oder erst im Herbst 2008 zu sehen wären, ich würde die Serie in meine kurze Liste von Serien aufnehmen, über die ich in diesem Blog schreibe.

Note: 2+

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„The Dead Zone“ canceled/abgesetzt

Verfasst von Tom am 20 Dezember 2007

Laut TV Guide hat USA Network nach „The 4400″ auch „The Dead Zone“ abgesetzt. In meinen Augen ist diese Serie mit der dritten Season schlechter geworden (der Tiefpunkt waren die Seasons 4 und 5, die ursprünglich eine Season bilden sollten, aber dann auseinandergerissen worden sind), während man in der letzten Season versucht hat, Schadensbegrenzung zu betreiben, und dies ansatzweise auch geschafft hat.

Es ist ein bißchen schade, daß ich mich eher an die wirklich schlecht geschriebenen und inszenierten Episoden (wie 5-03 „Panic“, von Adam Targum und Kevin Speckmaier) erinnere, als an die guten, aber diese Absetzung hätte auch deutlich früher kommen können, und die Fans sollten zufrieden sein, daß die sechste Season einige Handlungsfäden zu einem befriedigendem Quasi-Ende bringen konnte.

Anthony Michael Hall war in den letzten Jahren ja fast ausschließlich in dieser Serie tätig, aber im nächsten Jahr ist er wieder im Kino zu sehen, als Hauptdarsteller in „Aftermath“ und in einer kleinen Rolle in „The Dark Knight„.

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"The 4400" canceled/abgesetzt

Verfasst von Tom am 19 Dezember 2007

Und wieder eine Serie, die kein würdiges Ende bekommt:

Link

To all the wonderful fans of The 4400

It’s with great sadness that I pass along to you the information I’ve just received — The 4400 has been cancelled. We’ve had a great time bringing you this story and submersing you in the lives of all these incredible characters. Thank you especially to the folks on the board here whose tireless devotion to the show is nothing short of remarkable. Shout out to Bubba, by the way! I love your posts, man.

I just spoke to Joel and we had a great talk about what we all accomplished and how much we’ll miss our family that is our crew and our cast… and our fans. But at least we got to go out with a bang! I had an awesome time directing the last episode. I think I got to make almost every single cast member cry (on camera). How much fun was that?!

So let me raise my metaphorical glass to you all and thank you for being so loyal and so dedicated. I wish we could go on forever, but the party has come to an end. Be well and on behalf of all of us at The 4400 — thank you, it’s been a pleasure.

Scott Peters
Creator / Executive Producer
The 4400

Ganz überraschend kommt das nicht, denn letztes Jahr wurde die Serie schon im August verlängert, und diesmal war bis jetzt nichts zu hören und zu lesen.

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Dexter, 2-12, "The British Invasion"

Verfasst von Tom am 18 Dezember 2007

Dexter212

Drehbuch: Daniel Cerone, Melissa Rosenberg
Regie: Steve Shill

Dexter: „The code is mine now, and mine alone. So too are the relationships I cultivate. They’re not just disguises anymore. I need them, even if they make me vulnerable. My father might not approve, but I’m no longer his disciple. I’m a master now, an idea transcended into life. And so this is my new path, which is a lot like the old one, only mine. To stay on that path, I need to work harder, explore new rituals, evolve.“

Die Produzenten weihten Eric King schon am Anfang der Season darin ein, daß sie Sgt. Doakes im Staffelfinale sterben lassen würden, und nach und nach erfuhren es dann auch die anderen Schauspieler der Serie, so daß die größte Überraschung wohl darin zu sehen ist, daß es so gut wie keine Spoiler über diese Serie gibt.

Seit Doakes wußte, daß Dexter der Bay Harbor Butcher ist, gab es nicht mehr viele Möglichkeiten, die den Autoren blieben. Sie wollten nicht, daß Dexter den „Code of Harry“ bricht und Doakes selbst tötet, sie haben zum großen Glück nicht den sehr einfallslosen Ausweg gewählt, Doakes durch Amnesie dieses Wissen wieder zu nehmen, und auch der von Dexter bevorzugte Plan, Doakes durch falsche Beweise zum BHB zu machen, obwohl dieser nicht müde geworden wäre, mit dem Finger auf Dexter zu zeigen (und zumindest einige Journalisten hätten sich dafür wohl mehr interessiert als Lundy & Co.), wäre für uns Zuschauer sicher nicht explosiv genug gewesen.

Und so wählte man ein explosives Ende von Doakes im wahrsten Sinne des Wortes. Daß Lila ihn umbringen würde (und auch wie), war lange vorbereitet worden, und doch fühlte es sich ein wenig merkwürdig an, denn es war einfach zu praktisch für Dexter. Aber dies war ja nur der Auftakt der Finalepisode, der Rest beschäftigte sich hauptsächlich damit, den Lila-Handlungsbogen zu einem verdienten Ende zu bringen, denn wenn sie am Anfang der Season noch mysteriös erschien und schwer einzuschätzen war, so kennen wir sie mittlerweile gut genug, um wieder auf sie verzichten zu können.

Die Szene, in der Dexter ihr auflauerte und zuerst einmal Debra erschien, dann erst Lila, war schon recht überraschend. Man spielte mit der Idee, daß Debra die Wahrheit erfahren könnte, wie es Dexter ja selbst in der Episode zuvor kurzzeitig getan hat. Das Timing war hier recht gut, denn zulange hätte man nicht so tun können, als ob, und das Hauptziel war ja auch, daß Lila erfährt, daß Dexter sie tatsächlich aus der Welt schaffen wollte.

Weniger gut gefallen hat mir die Idee, Lila erneut Feuer legen zu lassen, diesmal, um Dexter und die Kinder umzubringen. Das war ein reiner Action-Schachzug der Autoren, der seine gewünschte Wirkung meiner Meinung nach nicht erreichen konnte – wer hat denn schon ernsthaft gedacht, daß Dexter oder gar die Kinder auf diese Weise sterben würden? Noch mehr verrechnet haben sich nur die Autoren von „Superman Returns“, als sie versucht haben am Ende des Films das Publikum eine Viertelstunde lang glauben zu lassen, Superman könnte nun wirklich sterben … sie haben doch nicht 6- bis 12-jährige als Zielpublikum.

Auch das Ende von Lila war nicht schwer vorherzusehen, als sie erst einmal in Paris zu sehen war, doch war auch das so eine Idee, die sich nicht „richtig“ anfühlt, warum hat er sich nicht einfach auf dem Weg zum Flughafen abfangen können?

Wenn man sich die Nebenhandlungen in dieser Season ansieht, stellt man fest, daß es zumindest eine gibt, die letztlich überflüssig war (LaGuerta und ihre Affäre), eine, die nur Mittel zum Zweck war (Angels Problem mit Lila), und eine, die im nachhinein recht gut funktioniert hat: Debras Affäre mit Lundy.

Am Anfang der Season hat man immer wieder gezeigt, daß Debra die Geschehnisse der ersten Season nicht verkraftet hatte, daß sie durchaus traumatisiert war. Durch ihre (zeitlich begrenzte) Affäre mit Lundy ist sie offenbar mittlerweile ganz gut darüber hinweg gekommen, und rückblickend gefällt mir diese Idee sehr gut: Einem jungen Mann (wie Rudy oder Gabriel) konnte sie zu diesem Zeitpunkt einfach kein Vertrauen entgegenbringen, und so war Lundy als älterer Mann und Vaterfigur vielleicht aus ihrer Sicht tatsächlich die perfekte Wahl. Leider war keine Zeit mehr zu zeigen, wie Debra nun ohne ihn zurechtkommt, aber vermutlich wird sie ihn nicht lange vermissen.

Alles in allem hat man in dieser Episode die Season ganz ordentlich beendet, eigentlich sogar zu ordentlich. Niemand weiß, daß Dexter ein Serienmörder ist, niemand weiß, daß es überhaupt noch einen in Miami gibt, Dexter hat den „Code of Harry“ nicht verletzt, plant nun, weiterhin seinen Trieb auszuleben, seine Beziehung zu Rita ist wieder gekittet, und es ist sogar schon längere Zeit her, daß sie ihn auf seine angebliche Sucht angesprochen hat. Da sogar Doakes aus dem Weg ist, geht es Dexter zum Ende der zweiten Season besser als am Anfang der ersten, Friede, Freude, Eierkuchen.

Aus welchem Grund auch immer, man hat diese Season so enden lassen, als sei es das Ende der Serie. Kein Cliffhanger weit und breit, obwohl Showtime schon längst grünes Licht für eine dritte Season gegeben hat. Man denkt sogar darüber nach, die erste Season (in entschärfter Form) bei CBS laufen zu lassen, was den Bekanntheitsgrad der Serie enorm steigern würde. Auch die erneute Golden-Globe-Nominierung von Michael C. Hall ist ja eigentlich kein Grund, das Ende der Serie bereits jetzt zu befürchten. Vielleicht hat man sich einfach noch nicht entschieden, in welche Richtung man die Serie in der nächsten Season entwickeln will, aber glücklich gewählt ist eine eher durchschnittliche Episode nicht als Seasonfinale, das geht wirklich besser.

Note: 3+

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