
Drehbuch: Michelle Gallagher, Alan B. McElroy
Regie: John Bonito
Rome: „Oh, you gotta be kidding me.“
Angela: „The cops.“
Bennett: „That ain’t the cops.“
Morgan: „I hate cops. And rock candy.“
Klar, es ist immer gewagt, einen Film mit einem Wrestler zu besetzen, denn viele potentielle Zuschauer werden dadurch eher abgeschreckt, aber eine Chance kann man so einem Film ja mal geben.
John Cena spielt also einen Muskelberg, genauer: Mount John Triton. Nicht nur, daß er wegen Befehlsverweigerung entlassen wird, dann wird auch noch seine Frau entführt, und er will sie retten. Soweit die ausgeklügelte Ausgangssituation.
Das Ganze erinnert schwer an Schwarzeneggers „Commando“ von 1985, und die Ähnlichkeit der Protagonistennamen „John Triton“ und „John Matrix“ ist zumindest ein Indiz für die Einfallslosigkeit des Drehbuchs, aber das ist nicht das einzige Problem.
Schon die erste Szene macht klar, daß der Protagonist ein echter Held ist, und der Regisseur die Actionszenen mit seinem Editing praktisch ungenießbar gemacht hat. Bei so einem Gehäcksel flimmern die heroischen Taten so schnell ab, daß man nur ansatzweise etwas zu sehen bekommt. Lediglich, wenn jemand auf eine ganz besondere Weise getötet wird, bleibt die Kamera mal eine ganze Sekunde auf dem Geschehen.
Der weitere Verlauf ist geprägt von großen, und dennoch nicht beeindruckenden Explosionen, denen der Held optisch immer eine Sekunde zu spät entkommt, ohne wirklich Schaden zu nehmen. Auch die Kugeln zeigen Anzeichen selektiver Arbeitsverweigerung: Als der Held die Bösewichte in einem Polizeiauto verfolgt, beschießen sie ihn aus allen Rohren, und durchlöchern die Karosserie und die Motorhaube so sehr, daß letztere sich selbständig macht und davonfliegt. Aber ihn treffen sie nicht, weil er mit bloßer Hand eine kugelsichere Weste hinhält, und die Reifen treffen sie nicht, weil sie nicht auf die Idee kommen, auf sie zu schießen und sie zufälligerweise auch noch verfehlen. Robert Patrick, was hast Du da verloren?
Das Ende dieser Verfolgungsjagd zeigt, wie das Polizeiauto über das am Abhang stehende Auto der Bösewichte springt, wie es früher schon bei „Knight Rider“ unmöglich war, in der Luft explodiert, und unser Held mit so gutem Timing aus dem Auto fällt, daß ihm nicht nur die Explosion nichts tut, sondern er auch so nah am Abgrund fällt, daß er sich wohl irgendwo festhalten kann. Das wird zwar dann nicht mehr gezeigt, aber später ist er ja wieder da, also doch nicht abgestürzt.
Da sie nicht einmal den Anstand hatten, diesen Cliffhanger aufzulösen, brach ich den Film, der mir ohnehin arg mißfiel, ab.
Note: nicht erteilt (nach 45 min. abgebrochen.)


