„The Flock“
Verfasst von Tom am 31 Dezember 2007

Drehbuch: Hans Bauer, Craig Mitchell
Regie: Wai-keung Lau, Niels Mueller (reshoots)
Kurz & knapp:
Zwischen düsterem, deprimierendem Drama und reißerischem Thriller
Note: 3-
Boss: “The offenders are offended!”
Richard Gere spielt einen Bewährungshelfer für Sexualstraftäter, von denen es nach Auskunft des Films über eine halbe Million in den USA gibt, und nur auf jeden Tausendsten eine Person kommt, die sie überwacht. Rückfällig werden viele dieser Täter, und dementsprechend untolerant agiert dieser Erroll Babbage, wenn es um seine Schäfchen geht, sein Flock, das er zu hüten hat.
Aber auch seinen Kollegen kommt dieser getriebene Mensch nicht ganz geheuer vor. Er soll bald in Rente gehen und nur noch seine Nachfolgerin ausbilden, wird nach einem Zwischenfall in einem Restaurant jedoch vorzeitig in den Ruhestand geschickt. Er läßt natürlich nicht locker und will noch eine verschwundene Frau aufspüren, die er in der Gewalt eines seiner Straftäter glaubt.
Es ist schon extrem praktisch , daß er so pünktlich zu seiner Rente aller Welt und seinen Kollegen zeigen kann, daß er mit seiner Vorgehensweise schon immer recht hatte, und natürlich auch erfolgreich ist in seinem Bestreben, die Vermißte zu retten, selbstverständlich in letzter Sekunde.
Alle Beteiligten spielen sehr solide, aber mich stört es doch sehr, wie der Film im Editing stellenweise so zurechtgeschnippelt und vertont wurde, als sei es eine Mischung aus MTV-Spot und übernatürlichem Thriller. Ein so ernstes Thema hätte ein etwas glaubwürdigeres Drehbuch und eine seriösere Aufmachung verdient.
