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Filme und Serien kurz kommentiert

  • Spoilers inside!

    Es ist fast unmöglich über einen Film zu schreiben, ohne Informationen über den Inhalt preiszugeben, und ob eine Information bereits ein Spoiler ist oder nicht, wird manchmal sehr unterschiedlich empfunden. Hier wimmelt es auf jeden Fall von Spoilern, also Vorsicht, ich möchte niemandem den Spaß verderben.
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    Dezember 2007
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„Atonement“

Verfasst von Tom am 31 Dezember 2007

atonement

Drehbuch: Christopher Hampton, Ian McEwan
Regie: Joe Wright

Kurz & knapp:
Der Unterschied zwischen Kunst und Kitsch
Note: 2

Briony: „But what sense of hope, or satisfaction, could a reader derive from an ending like that?“

Die 13-jährige Briony beobachtet in den 40er Jahren die sich entwickelnde Liebe zwischen ihrer älteren Schwester Cecilia (Keira Knightley) und dem Angestellten Robbie Turner mit einer Mischung aus Eifersucht und Unsicherheit. Durch einige Mißverständnisse dazu verleitet behauptet sie gesehen zu haben, wie er ein Mädchen vergewaltigt hat.

Um aus dem Gefängnis zu kommen, zieht er in den Krieg gegen Deutschland, während Cecilia als Krankenschwester an der Front tätig ist. Ihre schrecklichen Erlebnisse stehen im harten Kontrast zu ihren Leben zuvor, und die Lüge der kleinen Schwester wirkt sich nicht nur auf das verhinderte Liebespaar aus, sondern auch auf sie selbst. Sie folgt ihrer Schwester als Krankenschwester an die Front, und Jahrzehnte später, selbst längst eine alte Frau, schildert sie ihn ihrem letzten Roman die Tat, die sie sich selbst niemals vergeben hat.

Wenn Keira Knightley auch mittlerweile sehr bekannt ist, geht es dem Film vielleicht doch etwas mehr um die kleine Schwester, die gleich von drei Darstellerinnen gespielt wird: Zunächst als Teenager von Saoirse Ronan, die ihr fast schon etwas Unheimliches gibt, weil man ihr nicht ansieht, wo Unwissen endet und Berechnung beginnt, später dann als junge Frau von Romola Garai, die leider recht blaß bleibt, und letztlich dann von Vanessa Redgrave, die zwar nur einen kurzen aber höchst wichtigen Auftritt hat.

Trotz des Themas schaffen es Regisseur Joe Wright durch kreative Perspektivenwechsel und sein Kameramann Seamus McGarvey mit ruhigen Steadycamaufnahmen das Niveau jederzeit weit über eine Groschenromanverfilmung zu halten, und die Hauptdarsteller lassen auch einige Längen am Anfang fast verschwinden.

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