Gerade gesehen

Filme und Serien kurz kommentiert

  • Spoilers inside!

    Es ist fast unmöglich über einen Film zu schreiben, ohne Informationen über den Inhalt preiszugeben, und ob eine Information bereits ein Spoiler ist oder nicht, wird manchmal sehr unterschiedlich empfunden. Hier wimmelt es auf jeden Fall von Spoilern, also Vorsicht, ich möchte niemandem den Spaß verderben.
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Archiv für November 2007

Heroes, eine Liste der Krisenherde

Verfasst von Tom am 30 November 2007

Krisenherde

Als Vorbereitung auf die kommende Episode hier eine Auflistung der aktuellen Krisenherde.

Krisenherd #1: Primatech Paper, Odessa, Texas

Noah Bennet ist schon länger dort, aber noch festgebunden. Neu eingetroffen sind Hiro, Peter und Adam, der aktuelle Hauptbösewicht. Vermutlich hinzugesellen werden sich Matt und Nathan, vielleicht auch der Haitian. Wenn es hier nicht kracht, werden die Zuschauer sehr unzufrieden sein.

Krisenherd #2: Brooklyn, New York

Sylar, Molly und Maya, Mohinder wird sicherlich hinzukommen. Maya wird Sylar in Aktion sehen und hoffentlich dann endlich einsehen, daß sie eine schlechte Wahl getroffen hat. Mohinder hat hoffentlich seine schicke, neue Waffe dabei, sonst wird’s schwer mit Sylar.

Krisenherd #3: Costa Verde, California

Claire, ihre Mom und West, sowie Elle und Bob. Den Bruder und Mr. Muggles habe ich außen vor gelassen, die sind in etwa gleich unwichtig. Wie Bob mit Claires Drohung umgehen wird, bleibt abzuwarten.

Krisenherd #4: New Orleans, Louisiana

Micah, Monica und Niki. Das wird nur erwähnenswert, sollte Niki wirklich sterben.

Krisenherd #5: Tokyo, Japan

Ando zieht sich einen fiesen Papierschnitt zu. ;-)

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Heroes, 2-10, „Truth & Consequences“

Verfasst von Tom am 29 November 2007

Heroes210

Drehbuch: Jesse Alexander
Regie: Adam Kane

Adam: „Parents sin, children suffer.“

Dies war keine schlechte Episode, aber habe ich das leise Gefühl, daß ich das Ende von “Volume 2 – Generations” enttäuschender finden werde als das Ende der ersten Season. Es geht noch so viel vor sich, daß man in der nächsten, der letzten Episode noch eine Menge abzuarbeiten hat.

Man merkt auch, daß das Timing in dieser Season nicht besonders gut war, in diesem Fall besonders bei Sylar. Scheinbar wochenlang (also über mehrere Episoden hinweg) war er mit den Zwillingen unterwegs, jetzt erst überschlagen sich die Ereignisse: Er tötet wieder (Alejandro), und schon steht er mit Maya in Mohinders Wohnung und bedroht – zumindest verbal – Molly. Aber immerhin geht es in dieser Handlung endlich weiter, und jetzt muß Mohinder den Besuch bei Niki erst einmal aufschieben.

Die Nebenhandlung mit Micah und Monica begann zwar vielversprechend, sogar mit einer Art Superheldenkostüm, aber zu dumm, daß sie sich zu wenige Videos angesehen hat und nun offenbar nicht weiß, wie man wieder herunterklettert oder gegen vier Bösewichte gleichzeitig kämpft. Das war schon recht enttäuschend, und scheint nur dazu gemacht worden zu sein, Niki auf den Plan zu rufen. Mir ist an dieser Stelle allerdings nicht klar, ob sie noch Jessicas Stärke hat, weil ja die verschiedenen Persönlichkeiten verschwunden sind. Eine “normale” Niki hat gegen die bewaffnete Street Gang keine Chance, und jetzt, da Micah quasi eine Ersatzfamilie bei seiner Oma gefunden hat, könnte Niki sogar endgültig aus der Serie geschrieben werden.

Hiro erfährt in der Vergangenheit, daß Adam schon einmal versucht hat, die Menschheit auszurotten. Da er jetzt zwei gute Gründe hat, ihn zu töten, läßt er niemanden zwischen sich und diesem Ziel kommen, nicht einmal Peter. Leider wirkt es etwas untypisch für ihn, daß er nicht einmal nachfragt, warum Peter Adam hilft, oder ihm erklärt, was wirklich Adams Ziel ist. Ich bin mir nicht ganz sicher, welche von Peters Fähigkeiten Hiro überhaupt kennt, aber wenn er sich plötzlich hinter ihn teleportiert sollte er in der Lage sein, das Überraschungsmoment zu nutzen. Aber wollen wir das wirklich sehen? Nein, etwas wird schon in letzter Sekunde dazwischenkommen.

Bob lügt Claire direkt ins Gesicht, denn er läßt sie ja weiterhin von Elle beobachten, aber wir erfahren nicht, ob Bob weiß, daß Noah noch lebt. Vielleicht will er genau das auf diese Weise selbst herausfinden. Die Konfrontation von Claire und Elle war ein wenig humorig, einmal, als Elle das Auto starten will und von ihrem verwundetem Arm behindert wird, dann später, als Claire ihre Gabe der Regeneration zeigt, und Elle, Mom und West wissen, daß es diese Gaben gibt, nur der Bruder ungläubig und verwirrt von einem zum anderen schaut. :-) Der arme Knabe ist in dieser Serie so überflüssig wie Mr. Muggles.

Ich halte es zwar nicht so klug von Claire, daß sie droht, ihre Gabe zu veröffentlichen und die Company und ihre Methoden bloßzulegen, aber sie hat wieder und wieder falsche Entscheidungen getroffen, also hat sie halt noch immer nichts dazugelernt. Noah wird sich nicht freuen, daß sie den entgegengesetzten Weg einschlagen will wie er.

Note: 2

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Dexter, 2-09, „Resistance Is Futile“

Verfasst von Tom am 28 November 2007

Dexter209

Drehbuch: Melissa Rosenberg
Regie: Marcos Siega

Dexter: “I’ve always sensed there was something … off about him … like he’s hiding in plain sight. I never concealed my doubts.”

Special Agent Lundy und seine Leute ziehen kommen dem Bay Harbor Butchers schnell näher, und in der ersten halben Stunde deutet das Drehbuch geschickt immer wieder an, daß Dexter der Hauptverdächtige sei. Neu hinzugerufene Forensiker übernehmen sein Labor, trotz ihrer Affäre will Lundy Debra nichts sagen, läßt aber Dexter von seinen Leuten verfolgen.

Geradezu Sekunden, nachdem Dexter bemerkt, daß seine Trophäensammlung fehlt, wird er von FBI-Beamten abgeholt. Hier benutzte der Regisseur einen interessanten kleinen Trick: Er ließ Michael C. Hall beim Betreten des Reviers die Hände so halten, als trüge er Handschellen, was jedoch nicht der Fall ist, aber unbewußt so wirkt, als sei er tatsächlich verhaftet. Erst jetzt erfährt man, daß er die Trophäensammlung untersuchen soll, die man im Auto von Sgt. Doakes gefunden hat, der nun Lundys Hauptverdächtiger ist.

Interessant ist auch, daß Dexter nicht den einfachen Weg wählt, um Doakes loszuwerden. Im Gegenteil, Doakes ist unschuldig, und er will ihn wegen des “Code of Harry” nicht hineinreißen, aber gleichzeitig weiß er, daß Doakes sein Geheimnis kennt. Es wird hier noch nicht deutlich, wie er weiter vorgehen will, aber er sollte besser die Proben nicht vernichten, denn noch eine verpfuschte Blutanalyse, und Lundy hat einen neuen Hauptverdächtigen.

Zumindest sein letztes Opfer, Jimenez, einer der Mörder seiner Mutter, will er noch schnell entsorgen, und hier erfahren wir nebenbei, daß er sein Boot nun in einem anderen Hafen untergebracht hat. Aber fiele das Lundy nicht auf? Das scheint mir ein kleines plot hole zu sein. Doakes ist sogar soweit gegangen, und hat Dexters Boot per GPS überwacht und verfolgt, und nun stehen die beiden Kontrahenten sich wieder gegenüber, aber zum ersten Mal weiß Doakes, mit wem er es wirklich zu tun hat.

Beim folgenden Kampf geht die erste Runde zwar knapp an Dexter, aber sein ohnehin enger Zeitplan zur Entsorgung Jimenez wird nun noch enger, zudem ist er verletzt, was sich kaum wird verheimlichen lassen, und er muß sich überlegen, was er mit Doakes tun soll.

Diese Episode prescht zum Ende wieder so sehr dem Höhepunkt entgegen, daß man das Gefühl hat, die nächste Episode sei das Finale dieser Season, aber weit gefehlt, es folgen noch 3 weitere Episoden. Da ist es nur gut, daß man noch Nebenhandlungen wie Debras Affäre und das Lila-Problem hat, um das Dexter sich ganz bestimmt auch noch kümmern muß.

Apropos Lila: Angels Verhalten scheint mir für einen Freund doch ein wenig merkwürdig zu sein. Wußte er zu diesem Zeitpunkt denn schon, daß Dexter nichts mehr von ihr wissen will?

Note: 2+

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Heroes, 2-09, „Cautionary Tales“

Verfasst von Tom am 22 November 2007

Heroes209

Drehbuch: Joe Pokaski
Regie: Greg Yaitanes

Noah Bennet: “You touch my daughter, and I kill yours. And then I kill you.”

Auch diese Episode von “Heroes” erzählt die Geschichten von einigen Charakteren weiter, während andere völlig ignoriert werden. Zwar werden einige Fans es nicht gerne sehen, daß ihre Lieblinge gleiche mehrere Episoden hintereinander nicht zu sehen sind (wie z. B. Sylar), aber diese Methode ermöglicht es den Autoren, ihre Geschichten runder erscheinen zu lassen.

Die Geschichte, die mich diesmal am wenigsten beeindruckt hat, war die von Hiro, der eine Woche in die Vergangen reist, um seinen Vater zu retten, dies dann aber von ihm ausgeredet bekommt. Obwohl es nett war, den kleinen Hiro auf der Beerdigung seiner Mutter mit dem erwachsenen Hiro sprechen zu sehen, fand ich die Erklärung, man dürfe nicht Gott spielen, auch wenn man es kann, nur schwer nachvollziehbar. Eine ganz ähnliche Situation in der ersten Season, als Hiro Charlie retten wollte und es nicht konnte, fand ich besser gelöst, als diesmal. Was, wenn sein Vater durch irgendeinen Zufall in der Lage hätte kommen können, das Shanti-Virus aufzuhalten, und dies jetzt nicht mehr kann, wird Hiro seine Meinung dann wieder ändern und seinen Vater doch noch retten, oder sieht er lieber zu, wie fast die ganze Menschheit ausgelöscht wird?

Hiros Geschichte endete diesmal damit, daß er nun weiß, wer seinen Vater vom Dach gestürzt hat, und aufgezogen war dieser Moment recht groß, dabei hat man spätestens seit “Four Months Ago …” ahnen müssen, wen wir da als Kaputzenmann sehen werden.

Wesentlich besser gefiel mir die Geschichte, die ich “Väter, Töchter und Mohinder” nennen möchte. Ich hatte schon vor einiger Zeit gelesen, daß Elle als eine Art Anti-Claire gedacht war, und nun wurde deutlich, daß Bob eine Art Anti-Bennet ist. Er hat seine Tochter rigoros der Company-Forschung ausgesetzt, und letztlich lediglich ihre Erinnerungen daran löschen lassen. Das erklärt ein wenig ihre Verhaltensweise, diese unheimliche Mischung aus Kind und erwachsenen Frau, die deutliche sadistische Züge hat und auch problemlos über Leichen geht.

Jetzt erst kann man wirklich ahnen, wie gut Claire es im Gegensatz zur ihr hatte, weil Noah auf sie aufgepaßt hat, seine extreme Vorsicht und sein Verhalten innerhalb der ersten Season wird durch das Negativbeispiel Elle noch deutlicher, als es bisher schon war. Und noch immer versucht er alles, um Claire-Bear zu schützen und die Company zu stürzen. Die Übergabe der Töchter hat die Dichotomie der beiden Vater-Tochter-Paare schon fast überzeichnet, aber das ist ja durchaus nicht untypisch für das Comicgenre.

Es war auch schön zu sehen, daß Noah und West gut zusammenarbeiten können, Elle mit Wasser unter Kontrolle gehalten werden kann, und die Art, wie Noah fast augenblicklich wußte, daß Mohinder ihn über den Aufenthaltsort von West anlügt. Leider gab es auch in dieser Geschichte ein wenig zu meckern, denn diese Episode tat leider so gar nichts dafür, Mohinders Tat zu erklären. Kurz zuvor war er noch entschieden dagegen, daß Noah erschossen werden sollte, nun drückt er selbst ab, um Bob zu retten. Es mag sein, daß wir in einer der nächsten Episoden eine Erklärung für dieses untypische Verhalten bekommen werden (z.B. könnte er ihn lediglich anschießen wollen, und hat dann unglücklicherweise den Kopf getroffen), aber bis dahin sitzen die Zuschauer schulternzuckend vor dem Fernseher.

Es war nicht wirklich eine Überraschung, daß Noah dann durch Claires Blut wiederbelebt werden konnte, denn zu zentral ist dieser Charakter in der Serie platziert, um herausgeschrieben werden zu können, ohne der Serie zu schaden. Mich interessiert aber, wer ihm das Blut verabreicht hat, denn es sieht so aus, als käme er in einem Raum der Company wieder zu sich. Bob wollte ihn tot haben, und Elle kommt wohl auch nicht in Frage. Mohinder vielleicht? War das vielleicht sogar sein Plan? Gewagter Plan, würde ich sagen, sehr gewagt sogar.

Auch wenn ich in dieser Season schon einiges falsch “vorhergesagt” habe, wage ich es ein weiteres Mal: Ich vermute, daß Noah von jetzt an in irgendeiner Weise verändert sein wird. Das gibt den Autoren die Möglichkeit, seinen Charakter in eine leicht (oder auch drastisch) andere Richtung zu entwickeln. Das könnte durchaus interessant sein, aber leider traue ich den Ideen der Autoren nicht mehr so sehr, wie in der ersten Season.

Am besten gefallen hat mir die kürzeste Geschichte um Matt Parkman, der sich so langsam der dunklen Seite der Macht zu nähern scheint. Schon am Anfang der Season haben wir nebenbei erfahren, daß er bei der Prüfung zum Detective durch Gedankenlesen geschummelt hat, aber diesmal geht er viel weiter. Er entdeckt, daß er Gedanken erzeugen kann, daß er Menschen Tätigkeiten ausüben lassen kann, und Angela Petrelli zwingt er dazu, die Wahrheit zu sagen. Zu sehen, wie sie sich dagegen zu wehren versucht und es letztlich nicht schafft, war für mich der einzige Gänsehautmoment in dieser Episode, und zum Schluß wurde dann ja auch gezeigt, daß er den letzten Namen von ihr wirklich erfahren hat. Im Namen des Guten etwas Böses tun – so ging es wohl auch den 12 damals. Erschreckend, sich vorzustellen, Matt würde wirklich immer mehr zu seinem eigenen Vater werden.

Insgesamt wieder eine gute Episode, würde ich sagen, aber auch nicht mehr.

Note: 2–

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Dexter, 2-08, „Morning Comes“

Verfasst von Tom am 19 November 2007

Dexter2-08

Drehbuch: Scott Buck
Regie: Keith Gordon

Dexter: „You … you are more dangerous than my addiction will ever be. And that’s saying a lot.“

Es gibt Momente, in denen man froh ist, kein Serienmörder zu sein.

Der Spruch, daß der Flügelschlag eines Schmetterlings … äh … einen Sack Reis in China umfallen lassen kann (oder so ähnlich) findet in dieser Episode Anwendung auf Sgt. Doakes, dem die Erwähnung, daß einer seiner Fälle wegen fehlerhafter Blutspurenanalyse nicht zur Verurteilung führte, ausreicht, um Dexter zu verdächtigen, der Bay Harbor Butcher zu sein. Man möchte nicht, daß ein Bluthund wie Doakes so etwas von einem denkt, und schon gar nicht möchte man, daß er einbricht, nach Beweisen sucht – und fündig wird.

Man kann sich kaum vorstellen, daß Doakes jetzt noch aufzuhalten ist, es sei denn, er hat seinerseits ein Geheimnis, von dem wir (und auch Dexter) noch nichts ahnen.

Sollte man doch ein Serienmörder sein, hat man durch diese Episode immerhin einen praktischen Tipp bekommen: Während der Tatbegehung und beim anschließenden Großreinemachen sollte man sein Handy ausgeschaltet lassen, damit nichts, rein gar nichts einen dabei stören kann, Beweise zu vernichten. Man möchte nicht mittendrin von der Exfreundin indirekt darauf aufmerksam gemacht werden, daß die aktuelle Flamme bei ihr eingebrochen ist, die, die nicht mehr alle Tassen im Schrank und geradezu lebensgefährliche Ideen hat, um die Partnerschaft zu retten. „The Lila experiment is officially over.“

Auch wenn sich Dexter entschlossen hat, seinem inneren Monster wieder mehr Auslauf zu bieten, und Doakes möglicherweise auch gar nicht anders aufgehalten werden kann, ist die Situation mit Leila vielleicht anders zu lösen. Zwar glaube ich nicht, daß sein Versuch, sie einzuschüchtern auf Dauer erfolgreich sein wird, dazu scheint sie zu sehr neben der Spur zu fahren, aber immerhin hat sie neben der aktuellen Brandstiftung auch eine mit Todesfolge auf dem Kerbholz. Die Frage ist: Kann Dexter es wagen, die Polizei ins Spiel zu bringen?

Als habe Dexter noch nicht genug Probleme, zieht sich dank Debra die Schlinge um den Hals des Bay Harbor Butchers immer weiter zu. Lundy, Debra und Angel wissen nun, daß es wirklich jemand vom Miami Metro Police Department sein muß, aber immerhin ist nicht Dexter die auffälligste Gestalt dort, sondern Doakes, und einige geschickt plazierte Beweisstücke in seiner Wohnung könnten ihn überführen, jemand zu sein, der er gar nicht ist. In Frage käme vielleicht auch die Trophäensammlung, aber vermutlich ist sie über und über mit Dexters Fingerabdrücken bedeckt – es sei denn, er hat weiter vorausgedacht, als es bisher den Anschein hat.

Das gemeinsame Kochen von Debra und Lundy wirkte harmonischer, als ich geglaubt hätte, und Lundy scheint Gefallen daran zu finden, mehr als nur ein Vaterersatz zu sein. Aber wie man Debra kennt, wird das wohl nicht von langer Dauer sein, irgendwas wird schief laufen, und Dexter könnte damit zu tun haben.

Klasse Episode, von dieser Serie können andere noch einiges lernen. Damit meine ich nicht nur die Handlungsbögen, sondern auch die vielen guten Dialogstellen und kleinen Ideen, wie die Totenkopfbowlingkugel und der Revolver von Mazuka, der relativ entspannte Spaziergang von Doakes und LaGuerta, die Stutenbissigkeit von Debra Leila gegenüber und der verschrobene Zeuge, dem auffällt, daß Debra und Angel vor einem Hydranten geparkt haben, und der gleich kistenweise Notizen gesammelt hat.

Note: 1–

[Nachtrag: Diese Episode hat Showtime Rekordzuschauerquoten eingebracht.]

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Dexter, 2-07, „That Night, A Forest Grew“

Verfasst von Tom am 18 November 2007

Dexter2-07

Drehbuch: Daniel Cerone
Regie: Jeremy Podeswa

Doakes: „Your past is a bigger mystery than fucking Jimmy Hoffa. I tried every avenue, legal and otherwise, but there ain’t no paper trail on the early years of Dexter Morgan.“

Nach dieser Episode muß man Leilas Charakter und ihre Bedeutung für diese Season neu einordnen. Sie mag ihre Meth-Abhängigkeit ganz gut unter Kontrolle zu haben, aber sie ist noch immer süchtig nach … Kontrolle. Sie nimmt sich, was sie haben will, seien es Gegenstände, die sie für ihre Kunst gebrauchen kann, oder eben auch Menschen, in diesem Fall Dexter. Sie will ihn so sehr für sich, daß sie bereit ist, ihre Kunst und ihr Apartment abzubrennen, als sei das nichts anderes als die Glühbirne des Vermieters zu zerschlagen, um ihre eigene gewechselt zu bekommen.

Im Lichte dieses neuen Wissens kann man wohl davon ausgehen, daß es kein Zufall war, was sie in der vorhergehenden Episode am Telefon gesagt hat, sie wollte bewußt einen Keil zwischen Dexter und Rita treiben. Man kann allerdings auch davon ausgehen, daß Dexter durchschaut hat, daß sie Menschen – und auch ihn – manipuliert, und es wird interessant sein, zu sehen, wie weit Leila gehen wird, wenn sie nicht bekommt, was sie will, denn Dexter fühlt sich mit Rita und den Kindern “clean”, nicht mit Leila. Weiterhin wird es interessant sein zu sehen, wie weit Dexter gehen wird, wenn Leila ihn weiterhin zu manipulieren versucht.

Es war besonders schön zu sehen, daß Dexter ausnahmsweise mal aktiv etwas gegen Lundy und Doakes unternahm, aber ob das in Hinsicht auf Doakes letztlich nicht nur noch mehr Ärger für ihn bedeutet, läßt sich noch nicht sagen. Jetzt, da Lundy davon ausgeht, daß der Bay Harbor Butcher sich gut mit Polizeiarbeit auskennt, ist es vielleicht wirklich besser, daß Doakes erst einmal davon nichts mitbekommt, denn wenn er auch nicht in der Task Force ist, so hätte er das natürlich schnell aufschnappen und gewisse Fakten miteinander in Verbindung bringen können. [Ich bin allerdings ein wenig skeptisch, ob ein solcher Headbutt nicht Spuren in Doakes Gesicht hinterlassen hätte.] Lundy könnte sich aber selbst daran erinnern, daß diverse Polizisten Boote in den verdächtigen Häfen liegen haben, und dann wäre auch Dexter verdächtig.

Die Irrungen und Verwirrungen der Debra M. Sie trennt sich von Gabriel, weil sie glaubt, ihre wahren Gefühle für Lundy entdeckt zu haben. Das war durchaus eine Überraschung, wenn sie auch vorbereitet war: In der vorhergehenden Episode hat Gabriel sie noch damit aufgezogen, sie sei in Lundy verknallt, und in dieser Epsiode erwähnt sie sogar ausdrücklich, daß Gabriel ja auch “Age-Appropriate”, also in einem angemessenem Alter, sei.

Kontrollfreak Nummer 2, Ritas Mutter, wurde von ihr regelrecht rausgeworfen. Noch einmal wurde ich überrascht, denn ich hatte nicht erwartet, daß sie nach so einem kurzen Stint schon wieder herausgeschrieben werden würde.

Den Titel dieser Episode habe ich nicht verstanden, ist das ein Zitat?

Note: 2

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