LOST, 3-21, „Greatest Hits“
Verfasst von Tom am 20 Mai 2007

Drehbuch: Adam Horowitz, Edward Kitsis
Regie: Stephen Williams
Jack: „For the very first time we know exactly what they want, when they’re coming to get it, and they have no idea that we’re gonna be waiting for ‘em. [...] So tomorrow night … we stop hiding, we stop running. We stop living in fear of them, because when they show up … we’re gonna blow ‘em all to hell.“
Jetzt, da die Losties endgültig alle wissen, daß die Others eine Art „Raub der Sabinerinnen“ planen, wird es endlich klar, daß Jack nicht nur mit Juliet am Strand gesessen hat, sondern einen Plan erdacht und mit Hilfe von Danielle vorbereitet hat. Mit dem Dynamit aus der „Black Rock“ sollen die Others in die Luft gesprengt werden, wenn sie sich den gekennzeichneten Zelten nähern, und man muß schon ein wenig staunen, wie fleißig Danielle gewesen ist.
Wir haben sie ja schon Dynamit holen sehen, aber wir wissen auch aus der zweiten Season, wie gefährlich und daher zeitaufwendig das ist, und dennoch kann man in einer Einstellung sehen, daß sie wohl ein Dutzend Stäbe für nur ein Zelt aufschichten. Zudem hat Jack noch Dynamit übrig, um einen Baum damit zu fällen, als er seinen Plan erklärt, und das ist dann auch der Knalleffekt, den er benötigt, um seine Opposition aus Sawyer und Sayid bestehend zum Schweigen zu bringen.
Sayid stellt sich ihm nur in einem Punkt entgegen, und zwar als es darum geht, wer die Losties vom Strand zum „Radio Tower“ und damit in Sicherheit führen soll, und wer es übernimmt, die Others am Strand zu empfangen. Jack sieht ein, daß Sayid recht hat, und ist einverstanden, mit ihm die Rollen zu tauschen.
Ähnlich wie vor kurzem noch Jack ergeht es Ben im Camp der Others, auch er hatte in letzter Zeit wiederholt mit Kritik seiner Leute und sogar seiner angeblichen Tochter zu tun, aber seit er auf Locke geschossen hat, scheint er entschlossener denn je zu sein. Der Plan, die schwangeren Frauen zu entführen, soll nun schnellstmöglich ausgeführt werden, und Kritik von Richard läßt er kaum noch an sich heran; Ben reißt das Kommando an sich.
Durch Karl gewarnt werden die Losties zwar nicht überrascht, aber aus sicherer Entfernung kann das Dynamit nun nicht mehr gesprengt werden. Sayid schlägt vor, darauf zu schießen, was jedoch einige Leute in der Nähe der Zelte erfordert. Sayids zusätzlichen Plan, Naomis Schiff zu kontaktieren, gefällt ihm nun auch besser, was es laut Juliet aber nötig macht, in der Unterwasserstation „Looking Glass“ ein Störsignal auszuschalten.
Ja, die legendäre Unterwasserstation, seit der zweiten Season von den Fans herbeigesehnt, kommt nun endlich ins Spiel, und es ist schon als kleiner Produktionsfehler anzusehen, daß auf Sayids Plänen der Station diese als „Hatch“ bezeichnet wird. Dieser Begriff stammt ja von den Fans der Serie, der darauf zurückgeht, daß Locke und Boone in der ersten Season (genauer: Episode 1–11) eine Luke im Boden entdeckt haben. (Zu diesem Zeitpunkt war es noch eine Luke im Bett eines zum Rinnsal gewordenen Flüßchens, später dann eine Luke im Waldboden.) Der Bunker darunter, der in Episode 2–01 zum ersten Mal gezeigt wurde, nannten Lost-Fans seitdem „Hatch“, ebenso alle anderen Dharma-Stationen. Auf Dharma-Plänen ist dieser Begriff hingegen sinnlos. Aber sowas kann schon mal passieren.
Charlie meldet sich freiwillig, um zur Station zu tauchen, die laut Juliet geflutet ist, und das Pikante daran ist, daß er davon ausgeht, dort auch zu ertrinken. Desmond hatte wieder eine Vision, in der er genau dies sah, aber Charlie ist bereit, sich zu opfern, weil Desmond auch gesehen hat, daß Claire und Aaron von einem Hubschrauber von der Insel geholt werden, eben weil er einen bestimmten Schalter umlegt, bevor er ertrinkt. Der angeblich ehemalige „junior swim champion“, der laut Desmond auch schon bei dem Versuch, Claire zu retten, ertrunken wäre, ist bereit, diesmal wirklich zu ertrinken – um Claire zu retten.
Als eine Art Abschieds- und Liebesbrief schreibt Charlie die fünf schönsten Momente seines Lebens auf, und in seiner Backstory sehen wir eben diese: Er hört seine Band zum ersten Mal im Radio, sein Vater bringt im Schwimmen bei, er bekommt den Familienring von seinem älteren Bruder, er wird von einer Frau (war das Sayids Nadia?) als Held bezeichnet, und auf Platz 1: als er Claire traf.
Charlie und Desmond rudern mit Karls Kanu zur Station raus, und obwohl Desmond bereit ist, es selbst zu tun, schlägt Charlie ihn bewußtlos, weil er sichergehen will, daß die Rettung von Claire und Aaron auch wirklich stattfindet, und macht sich auf den langen Weg nach unten in die dunkle See, er finde den „Moon Pool“ („The Abyss“ läßt grüßen), und die Station ist weder geflutet, noch unbewohnt.
Es klang ja auch für Jack unwahrscheinlich, daß eine geflutete Station noch ein Störsignal aussenden kann, daher war es keine so große Überraschung, sie funktionsfähig anzutreffen. Aber sie ist zudem noch bewohnt von wenigstens zwei bewaffneten Frauen. Sie sind wohl zu jung, um die letzten Dharma-Mitglieder zu sein, aber vielleicht sind es auch Frauen der Others, die auf alle Fälle verhindern wollen, schwanger zu werden …
Weiterhin fiel das weiße Kaninchen auf, das Alex ausgenommen hat, als Ben wieder ins Camp kam. Die Unterwasserstation hat im Dharma-Logo ein weißes Kaninchen, zudem hatte Ben eins als Kind und benutzte auch eines, um Sawyer hereinzulegen. Wofür kann denn bloß ein weißes Kaninchen als Symbol stehen?
Wird Charlie sterben? Ich sage ja. Es geht gar nicht so sehr darum, daß es die ganze Season lang behauptet wurde, er würde früher oder später sterben, sondern darum, mit wie viel Feingefühl diese (bisher beste!) Charlie-Episode geschrieben wurde, wie angenehm, liebevoll und sogar heldenhaft er sein durfte, nachdem er in der zweiten Season ein wenig von den Autoren vernachlässigt worden ist, gerade mal mit Mr. Eko eine Kapelle bauen durfte, was aber schnell im Sande verlaufen ist, und sich später hauptsächlich mit Locke gezickt hat. Charlie wurde noch einmal in ein äußerst positives Licht gesetzt, er hat sich nicht nur von Claire, Aaron und Hurley verabschiedet, sondern gewissermaßen auch von den Zuschauern, denn im Finale wird für ruhige Momente wohl nicht mehr viel Zeit bleiben.
Note: 2

Dr. T. Le Vision sagte
Deiner Theorie, dass Charlie stirbt, stimme ich zu. Genauso sehe ich das auch, eine perfekte Vorbereitung auf den Tod für ihn. Damit kann ich auch leben.
Juliet sagt ja auch, dass Ben behauptet hat, die Station sei überflutet. Vielleicht hat er da noch einen Geheimplan oder so was? Ich hatte jedenfalls den Eindruck, als ob Ben durchaus wusste, dass die Station nicht überflutet ist.
Tom sagte
Ich kann ebenfalls mit Charlies Abgang leben. Fragt sich nur, wie Dominic Monaghan das findet. Als Schauspieler findet man ja nicht so viele Rollen auf Hawaii, und da er mit Evangeline Lilly zusammen ist, kann es sein, daß die beiden im nächsten Jahr eine Art Fernbeziehung führen werden. Mal sehen, ob Kate mitten in oder am Ende der vierten Season herausgeschrieben wird.
cooluie sagte
die station is nicht geflutet, da sitzen 2 mädels drin, die sie überwachen und charlie geht denen voll auf die nerven, beide mädles sterben übrigens.
Lostgirl sagte
Charlie stirbt! ich habs schon gesehen. gerade als desmonds freundin penelope charlie in der station angefunkt hat und dieser ihr berichtete dass desmond lebt flutet mikael die station mit einer granate die er gegen ein bullauge hält. charlie sperrt sich im raum ein damit dessi nix abbekommt. es hat sich auch herausgestellt, dass das rettungsboot von naomi gar nichts mit pennny zu tun hat. also sagt ben die wahrheit, unzwar dass die leute von naomi die echten bösen sind.