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Filme und Serien kurz kommentiert

  • Spoilers inside!

    Es ist fast unmöglich über einen Film zu schreiben, ohne Informationen über den Inhalt preiszugeben, und ob eine Information bereits ein Spoiler ist oder nicht, wird manchmal sehr unterschiedlich empfunden. Hier wimmelt es auf jeden Fall von Spoilern, also Vorsicht, ich möchte niemandem den Spaß verderben.
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Weblog-Archiv für 17. Oktober 2006

Heroes, 1-04, „Collision“

Verfasst von Tom am 17 Oktober 2006

Heroes104

Drehbuch: Bryan Fuller
Regie: Ernest Dickerson

Simone: „You think you can save us all by shooting up?“
Isaac: „I can save everybody. I’m gonna be a hero.“

Dankenswerterweise ist es offenbar Teil des Konzeptes, immer mit der Person die neue Episode zu eröffnen, mit der die vorhergehende beendet wurde. Auf diese Weise werden die Auflösungen der Cliffhanger nicht noch zusätzlich hinausgezögert. Matt findet sich im Gewahrsam von Mr. Bennet und dem Glatzkopf wieder, die obskure Tests an ihm vornehmen, vermutlich, um seine Gabe zu verstehen. Man kann vermuten, daß sie Teil einer Organisation sind, aber auf welcher Seite sie stehen, ist noch offen; vielleicht wollen sie gefährliche Mutationen wie Sylar bekämpfen, vielleicht arbeitet er auch mit ihnen zusammen, noch ist alles möglich.

Es wird angedeutet, daß Peter die Fähigkeit hat, die Fähigkeiten anderer Heroes anzuzapfen und selbst zu verwenden, dadurch konnte er fliegen, als sein Bruder in der Nähe war und konnte die Zukunft zeichnen, nachdem er in der Nähe von Isaac war.

Dieser will nun ebenfalls die Stadt retten, wenn er auch keinen nennenswerten Plan zu haben scheint, außer high zu werden und die Zukunft zu zeichnen. Aber wenn erst die anderen Heroes sich dazugesellen, wird das schon anders aussehen. Überhaupt sind es die bisher kurzen Treffen zwischen den Heroes, die die Höhepunkte einer jeden Episode sind, in diesem Fall die letzte Szene, in der ein sichtlich ernsterer Hiro mitsamt Samuraischwert Peter eine Nachricht aus der Zukunft überbringt.

Meist diente Hiro in dieser Episode als comic relief, und das funktioniert auch ganz gut, darf aber im Laufe der Serie nicht übertrieben werden.

Claire scheint nun wirklich so ziemlich alles überleben zu können, sogar eine Obduktion. Daß sie ihre Fähigkeit nutzt, um sich an dem Beinahevergewaltiger und -mörder heftig (vielleicht sogar tödlich) zu rächen, war völlig unerwartet und zeigt, daß man mit diesen Fähigkeiten auch Gefahr laufen kann, zum Bösewicht zu werden.

Note: 2+

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Heroes, 1-03, „One Giant Leap“

Verfasst von Tom am 17 Oktober 2006

Heroes103

Drehbuch: Jeph Loeb
Regie: Greg Beeman

Hiro: „A hero doesn’t run away from his destiny. My only concern is whether I need to hide my true identity. Perhaps a costume?“
Ando: „You even mention tights and a cape, I’m going home.“

Dies ist erst die dritte Episode, und es zeichnet sich schon ab, daß diese Serie ein Hit wird, denn die Einschaltquoten und die Resonanz im Internet sprechen eine deutliche Sprache. In der Tat erinnert sie mich ein wenig an die erste Season von LOST, als noch alles neu und unbekannt war, als die Hauptcharaktere noch fremd waren und dem Zuschauer erst nach und nach bekannt wurden. Auch die Zahl der Darsteller und das stetige Vorantreiben des Handlungsbogens erinnern an LOST, nur daß man hier schneller einige Informationen bekommt und sich nicht Episoden lang nur neue Fragen aufhäufen.

Zum ersten Mal bekommen wir Sylar zu sehen, wenn auch nicht sehr deutlich, aber er scheint über eine Kombination von Superstärke, Telekinese und Telepathie zu verfügen, und damit ist wohl er die erste Person, die über mehrere Gaben verfügt, und nicht Peter, der diesmal versuchte zu fliegen, es aber nicht konnte. Es scheint so zu sein, als könne er das nur in der Gegenwart seines Bruders. Sylars Wohnung macht klar, wie eindeutig er zum Antagonisten aufgebaut werden soll; Mr. Bennett ist noch immer sehr mysteriös, aber Sylar ist extrem gefährlich und vermutlich auch gestört. Wenn Mohinders Vater wirklich dafür mitverantwortlich ist, daß er so geworden ist, hat er der Menschheit keinen Gefallen getan.

Claire will noch immer ein normales Leben führen, versteht aber jetzt wohl, daß ihre Fähigkeit ihr das Leben gerettet hat. Vielleicht wird sie ja nach dieser Erfahrung ihre Gabe mehr zu schätzen lernen.

Matt wiederum hat Erfahrungen mit seiner Gabe gemacht, die eher negativ für ihn sind, aber offenbar war das nur eine Phase; wenn er von jetzt an für das FBI arbeitet, wird er sicher sehr hilfreich sein können. Zudem wird angedeutet, daß seine Gabe in Hinblick auf seine Eheprobleme hilfreich sein könnte.

Am weitesten in der Entwicklung zum Helden ist Hiro, der seine neue Kraft (Beeinflussung des Raum-Zeit-Kontinuums) von Anfang an begeistert angewendet hat. Diesmal hat er mit Hilfe des Comics einem Mädchen das Leben gerettet, und schon macht er sich mit seinem Kumpel Ando auf den Weg nach Las Vegas, um nichts weniger als New York zu retten.

Keine wesentlichen Geschehnisse bei Niki, die noch immer die Leichen ihres Alter Egos beseitigt, und Peters Bruder Nathan, der weiterhin seine politische Karriere vor Augen hat und nichts vom Fliegen wissen will. Was ja ein wenig ironisch ist, weil Fliegen zu den größten Wünschen der Menschheit gehört. Wieso will er das nicht, ist das nicht eine der coolsten Fähigkeiten überhaupt?

Ein neuer Charakter wurde eingeführt, ein bisher noch namenloser Glatzkopf, der Matts Versuch, seine Gedanken zu hören, vereiteln konnte.

Note: 2+

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Heroes, 1-02, „Don’t Look Back“

Verfasst von Tom am 17 Oktober 2006

Heroes102

Drehbuch: Tim Kring
Regie: Allan Arkush

Ich bin mir nicht sicher, ob das Symbol auch schon in der ersten Episode zu sehen war (vermutlich), aber diesmal war es gleich so oft zu sehen, daß man es nicht mehr übersehen konnte: Es sieht ein wenig aus wie die Hälfte einer DNA-Doppelhelix.

Die neuen Entwicklungen sortiert nach Personen:

Niki scheint ein Alter Ego zu haben, einen Mr. Hyde, das manchmal „übernimmt“, wenn es gefährlich wird. Es scheint häufiger zu töten und die Farbe Blutrot zu bevorzugen – wie passend. Ich frage mich noch immer, ob das Kind einfach nur intelligent ist oder auch eine Gabe hat.

Peter kann ebenfalls fliegen, wie schon sein Bruder. Zudem hat er die Szene mit ihm auf dem Dach des Hochhauses schon zuvor aufgezeichnet; vermutlich kann er Dinge „sehen“. Damit ist er offenbar der erste Hero, der mehr als nur eine Gabe hat.

Auch Isaac kann – zumindest unter Drogeneinfluß – die Zukunft sehen, offenbar so detailliert, daß er ganze Comics damit füllen kann.

Wo wir gerade bei Comics sind: Hiro kann sich nicht nur räumlich teleportieren, sondern auch zeitlich. So findet er heraus (er sieht es sogar), daß am 8. November New York in Schutt und Asche gelegt wird, also fünf Wochen in der Zukunft (aus der Sicht der anderen Heroes).

Claires mysteriöser Vater weiß um ihre Gabe der Selbstheilung; er bleibt weiterhin schwer einzuschätzen, scheint sie aber wirklich wie eine Tochter zu lieben.

Zwei neue Namen: Matt Parkman kann offenbar Gedanken „hören“, während Sylar „Patient Zero“ ist, zudem scheint er ein Serienmörder zu sein, der gerne Gehirne der Heroes stiehlt.

Mohinder kommt weiterhin einer Art Verschwörung auf die Spur und lernt dabei etwas zu einfach eine Bekannte seines Vaters kennen. Sie ist sicher nicht, wer sie zugibt zu sein.

Der gute Eindruck der ersten Episode wird sogar leicht übertroffen, wenn auch die geöffneten Schädel für manchen Zuschauer ein wenig zu düster sein könnten.

Note: 2+

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Heroes, 1-01, „Genesis“

Verfasst von Tom am 17 Oktober 2006

Heroes101

Drehbuch: Tim Kring
Regie: Dave Semel

Zuerst war ich sehr skeptisch. Eine neue Serie, in der verschiedene Menschen übermenschliche, geradezu übernatürliche Kräfte an sich entdecken, und sie kommt im gleichen Jahr ins Fernsehen, in dem „The 4400“ ihre bisher beste Season hatte und bei „X-Men“ der dritte und aufwendigste Teil im Kino lief. Kann man dieser Idee tatsächlich eine neue Seite abgewinnen?

Man kann offenbar. Die Pilotepisode hätte für meinen Geschmack zwar besser ein Pilotfilm sein sollen (das gilt für jede Serie, besonders aber für eine, die viele Personen an unterschiedlichen Orten vorstellen muß), aber sie bringt schon sehr schön den Ton und die Atmosphäre rüber, zeigt die ersten Überschneidungen zwischen den an sich einander unbekannten (zukünftigen) Helden, und was ich da sehe, gefällt mir: Die Stimmung ist mysteriös und manchmal bedrohlich, das Thema wird durchaus ernst genommen, und die Helden gehen mit der Erkenntnis ihrer Fähigkeiten sehr unterschiedlich um.

Insgesamt wurden 8 Charaktere vorgestellt (glaube ich), und schon stellt man sich die ersten interessanten Fragen: Wieso glaubt Peter, daß er fliegen kann, wenn es in Wirklichkeit sein Bruder Nathan kann? Wird Niki zum „Hulk“, wenn sie sich bedroht fühlt? Was führt der Brillenträger im Schilde? Wird New York wirklich in Flammen aufgehen?

Note: 2

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